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Avatar von Paul Groebler

Vielen Dank für euren wichtigen Beitrag, von dem ich hoffe, dass er bis Berlin durchdringt.

Ein Punkt aber fehlt mir und ich würde gerne wissen, was ihr davon haltet: Der Anspruch, zu verändern, ist zunächst für all sehr verständlich. Wenn es aber in die Concreta geht, dann wird schnell klar, dass Veränderung immer auch ein bürokratisches Unterfangen ist, denn dann müssen wir Gesetzesentwürfe schreiben, zwei Lesungen im Bundestag durchmachen, uns um Formulierungen kloppen, das Ganze auf Verfassungsgemäßheit (etwa bei der Vermögenssteuer) überprüfen usw.

Das ist für Menschen, die sich zwar für die "Politikfassade", nicht aber für die komplexen Prozesse dahinter interessieren, extrem unsexy. Deshalb sind diese Vorhaben für mich erst der zweite Schritt. Zunächst müssen wir eine neue Ideologie entwickeln, die die Veränderungen wie ein roter Faden durchzieht. Wir müssen uns alte und neue Grundsätze sozialdemokratischer bzw. demokratisch-sozialistischer Politik anschauen und diese dann als unverrückbare Axiome festhalten. Der Begriff, den die Rechte dafür prägt, ist der der "Metapolitik".

Aus diesen lässt sich ein Gesetzesvorhaben dann zielsicher ableiten. Also: Erst die große Idee, dann die konkrete Ausformung. Denn die SPD ist gerade orientierungslos. Und wenn ein Tanker orientierungslos durch das Meer treibt, dann knallts früher oder später.

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